Foto: Rolf Krusche
Ab 7. Mai 2020 hat das GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig wieder regulär von 10 bis 18 Uhr (außer montags) geöffnet. Bitte beachten Sie, dass vorerst nur die Sonderausstellung "Szenen des Lebens", nicht jedoch die Dauerausstellung zu sehen ist.

Amazonasindianer: LebensRäume - LebensRituale - LebensRechte

Der Begriff Amazonien umfasst ein Kulturareal, das über den gesamten tropischen Regenwald im Gebiet des Amazonas und seiner Nebenflüsse bis hin zu den Anden reicht.

  • Laufzeit 10.10.2003—07.03.2004

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Die Nutzung der Natur durch den Menschen und die daraus entstandenen Kulturformen mit ihrer materiellen Kultur stehen im Mittelpunkt der Ausstellung und werden in ihrer Schönheit und Komplexität dargestellt. Beginnend mit der Archäologie führt die Präsentation über einen Abriss der Geschichte der indigenen Völker hin zur Ökologie und zur indianischen Wirtschaftsweise in diesem Kulturraum. Um ein möglichst breites Spektrum indianischen Lebens in Amazonien zu zeigen, wurden zwei rezente, heute in Brasilien und Kolumbien lebende Indianergruppen ausgewählt: Die Kubeo und die Karajá, die sich trotz großer, grundlegender Gemeinsamkeiten in ihrer materiellen Kultur stark unterscheiden.

Tanz zur Einweihung einer Maloka (Langhaus), Foto: Jean Jackson

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So stehen sich Tanzkostüme aus Rindenbast sowie kunstvoll geflochtene Körbe der Kubeo mit dem prachtvollen Federschmuck der Karajá gegenüber. Die Religion strukturiert das Leben der indianischen Völker, indem sie durch Rituale einen bestimmten Lebensrhythmus vorgibt. Die Riten sind sehr vielfältig und immer Gemeinschaftsangelegenheiten, an denen das ganze Dorf teilnimmt. Rituale wie die Namensgebungs- oder die Totenzeremonie, die mit monatelangen Festen verbunden sind, werden in der Ausstellung dargestellt. Die Ausstellung wurde aus dem Linden-Museum Stuttgart übernommen, wo sie nach dem Konzept von Dr. Doris Kurella entstand. Zahlreiche Objekte aus Leipziger Sammlungen ergänzen die Präsentation, so aus dem Museum für Völkerkunde sowie von Rudolf Conrad.

Für eine Namensgebungszeremonie geschmücktes Kaiapó-Kind, Foto: Gustaaf Verswijver

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