mittig ein Mantel aus Stroh, drumherum verschiedene Stoffe mit meist geometrischem Muster

GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig

Skulpturen, Masken, Keramik, Schmuck, Kleidung und Alltagsgegenstände ermöglichen im GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig einen Rundgang durch die verschiedenen Teile der Welt: Nach Erdteilen bzw. Regionen geordnet, führt der Rundgang von Asien über die Mongolei und Tibet nach Amerika, Ozeanien und Australien.

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Dauerausstellung

Für die Dauerausstellung errichtete ein Baumeister vom Atoll Niutao eines der wohl letzten traditionellen Häuser, eine indische Familie erbaute ein Bunga als Beispiel einer klimaneutralen Bauweise. Daneben stehen auch eine mongolische Jurte und ein sibirischer Balagan stellvertretend für globale Fragen nach Klimawandel, Meeresanstieg, ökologische Ungleichgewichte und wirtschaftliche Verflechtungen und Abhängigkeiten. Einzelne Objekte verkörpern stellvertretend die Lebenswirklichkeiten von Menschen verschiedener Regionen, wie etwa die hölzernen Kareau-Figuren, die Menschen auf der Inselgruppe der zentralen Nikobaren vor negativen Einflüssen und übel gesinnten Geistern beschützen sollten.

Objekte

Zeitgenössische Kunstwerke und Objekte erzählen von Kontinuität und Suche nach Identitäten. So einzigartig viele Objekte sind, so nachdrücklich stellt sich heute die Frage nach ihrer Herkunft. Wer hat sie einst angefertigt und warum? Aus welchem Material bestehen sie? Und wie kamen sie nach Leipzig? Wurden sie verschenkt, verkauft oder gar ihren ursprünglichen Besitzern während der Kolonialzeit geraubt?

Seit Februar 2019 leitet Léontine Mejer-van Mensch die drei Völkerkundemuseen in Leipzig, Dresden und Herrnhut. Ihr Ziel ist, die Dauerausstellung schrittweise zu modernisieren und um mehr zeitgenössische Objekte zu erweitern. 

Ausstellungsansicht
© Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Tom Dachs
Blick in die Ausstellung "Australien"

Migration

Zudem sollen global relevante Themen wie Migration, Jugendkultur oder Körperschmuck eine Brücke zwischen Sachsen und anderen Regionen der Welt schlagen und anhand der Objekte allgemeinmenschliche Erfahrungen und Gefühle vergleichbar werden. Dazu kooperiert das Museum mit Künstlerinnen und Künstlern, Geflüchteten und Studierenden der Universität Leipzig. Umfangreiche Rahmenprogramme, Lesungen, Performances und Diskussionsrunden unterstreichen neben den Ausstellungen das Verständnis des Museums als im Heute verankerter, interkultureller Dialogort.

Besucher betrachten Fotos
© Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Sandra Neuhaus
Ausstellungseröffnung "dazwischen / in / between"

objekte. re|präsentieren. narrative.

objekte. re|präsentieren. narrative.

Die Arbeit "objekte. re|präsentieren. narrative." ist eine filmische kuratorische Auseinandersetzung in fünf Kapiteln mit der Sektion „Orient“ in der nun geschlossenen Dauerausstellung des GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig. Sie ist ein Versuch, Möglichkeiten alternativer Erzählungen zu untersuchen, die aus den Bedeutungen und Geschichten hervorgehen, welche die Objekte in sich tragen. Unausgesprochen und vergessen oder sogar nie ganz entdeckt, können diese Narrative unterschiedliche und differenzierte Wahrnehmungen von Objekten und Kulturen anregen. Die Arbeit entstand als kuratorische Intervention im Rahmen des Studiengangs „Kulturen des Kuratorischen“ der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig im Projekt „Gast-Geben: Momente, Reflektionen, Utopien“. Eine Arbeit von Nushin Atmaca, Ariane Graf, Asya Yaghmurian, Monira Kamal, Sebile Yapici.

Video

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objekte. re|präsentieren. narrative.
objekte. re|präsentieren. narrative.

Impressionen

Ausstellungsliste

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