Menschen in einem Bus
Fotoserie “Moving Kinshasa“ 2017, GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, © Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Azgard Itambo

Megalopolis – Stimmen aus Kinshasa

Von den heute 800 Millionen Einwohner*innen Afrikas wird in 25 Jahren mehr als die Hälfte in Städten leben. Mit mehr als 12 Millionen Einwohner*innen ist Kinshasa, die Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, die drittgrößte Megastadt des Kontinents. Die urbane Realität des afrikanischen Kontinents wird in ethnologischen Museen selten gezeigt. Das GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig setzt sie in den Fokus und gibt 24 Künstlern*innen aus Kinshasa eine „Carte Blanche“, um ihre Stimmen im Museum erklingen zu lassen. 

  • Laufzeit 01.12.2018—31.03.2019
  • Öffnungszeiten täglich 10—18 Uhr, Montag geschlossen
    25.12.2018, 10—18 Uhr  (1. Weihnachtsfeiertag)
    26.12.2018, 10—18 Uhr  (2. Weinachtsfeiertag)
    31.12.2018 — 31.12.2018  geschlossen
    01.01.2019 — 01.01.2019  geschlossen
  • Eintrittspreise regulär 8 €, ermäßigt 6 €, unter 17 frei, ab 10 Pers. 7 €

Zitat

In Kinshasa ist alles KUNST. Stadt oder künstlerische Installation unter freiem Himmel und gleißender Sonne, jeder Kinois spielt seine eigene Symphonie oder führt eine „Performance“ auf. Trotz des Hungers, der ihre Bäuche einschnürt, sind sie da!

Jean Kamba, Dichter und Kunstkritiker

carte blanche

Das Prinzip der „Carte Blanche“ ändert die Spielregeln des ethnologischen Museums. Gezeigt wird keine Ausstellung aus Sicht eines/r europäischen Ethnolog*in, sondern die Künstler*innen Kinshasas selbst vermitteln ohne Filter an die Museumsbesucher*innen, was sie beschäftigt: Koloniale Vergangenheit und ihre Auswirkungen, Gewalt, Unterdrückung von Frauen, Krieg, Korruption, Ausbeutung, Umweltzerstörung, kulturelles Erbe, Spiritualität, urbaner Alltag. Traditionelle Skulpturen und Masken aus dem Kongo tauchen in vielen der zeitgenössischen Kunstwerke auf und verbinden so nicht nur die Vergangenheit mit der Gegenwart, sondern auch die Kongo-Bestände des Museums mit der Megastadt Kinshasa.

Mann auf einer Straße
Fotoserie „Code K.I.N., 2018, GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, © Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Azgard Itambo

Text

Teilnehmende Künstler*innen:

Anastasie Langu – Azgard Itambo – Chérie Benga – Danniel Toya – Dolet Malalu – Elie Mbansing – Eunice Kamanda – Flory Sinanduku – Francis Mampuya – Fransix Tenda – Gabriel Lukinga – Géraldine Tobe – Hervey Ngoma – Hilary Balu – Jean Kamba – Jean-Jacques Tankwey – Judith Kaluaji – Louison Mbeya – Mega Mingiedi – Nada Tshibuabua – Olivier Nalumbu – Serge Diakota – Steve Bandoma – Vincent Lombume

Kuratoren

Eddy Ekete

Eddy Ekete arbeitet vor allem als Maler und Performancekünstler. Er schloss sein Studium an der Académie des Beaux-Arts de Kinshasa in 2002 und an der École Supérieure des Arts Décoratifs in Straßburg in 2008 ab. Er ist Gründungsmitglied des Kollektivs EzaPossibles (Kinshasa 2003), des Künstlerkollektivs La Semencerie (Straßburg 2009) und der Kinact – Rencontres Internationales des Performeurs (Kinshasa 2015). In seinen Arbeiten reflektiert und konfrontiert er seine städtische Umwelt.

https://eddyeketeblog.wordpress.com/
http://www.kinact.org/

 


Eddy Ekete
Eddy Ekete

Freddy Tsimba

Freddy Tsimba schloss 1989 sein Studium der Bildhauerei an der Académie des Beaux-Arts de Kinshasa ab. Für seine berühmten Skulpturen aus Patronenhülsen, zusammengeschweißten Löffeln oder Schlüsseln erhielt er bereits zahlreiche Preise in Kanada und Frankreich. Seine fragmentierten, provokativen und expressionistischen Arbeiten wurden in mehr als 50 Ausstellungen in Afrika, Europa, Kanada und China gezeigt. Durch seine Skulpturen bezeugt er die Hinterlassenschaften der Kriege und Konflikte seines Landes.

http://freddytsimba.wordpress.com/

Freddy Tsimba
Freddy Tsimba

Partner und Förderer

Förderer

Medienpartner

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