Azgard Itambo


Azgard Itambo (*12. November 1990 in Kinshasa) interessiert sich seit seiner Kindheit für das Zeichnen. Nach seinem Abitur ging er an die Académie des Beaux-Arts in Kinshasa. 2013 besuchte er die Ausstellung REGARD des Fotografen KIRIPI, welche sein Interesse für die Fotografie weckte. 2016 entdeckte er KINACT, ein jährliches Festival in Kinshasa, das in verschiedenen Vierteln der Megacity stattfindet und Performancekünstler*innen eine Plattform bietet mit der lokalen Bevölkerung zu interagieren. Seitdem spielt die Performanz eine herausragende Rolle in Itambos Werken. Itambo dokumentiert durch Fotos, als auch durch Videoaufnahmen den kongolesischen Alltag, den er so authentisch und treu wie möglich dem Zuschauer vermitteln möchte. Dabei konzentriert er sich in erster Linie auf die Frage der Umweltzerstörung, die er vor allem der Verantwortungslosigkeit der Regierung zuschreibt.

zitat

 Mir ist klar: noch treiben wir in diesem Ozean aus Politik und Religion, die uns glauben machen wollen, dass wir arm sind und arm bleiben werden, einzige Zukunftsaussicht: Kämpfen, um zu überleben. Wertlose in einem System, das nur den Geldwert eines jeden kennt, und sonst nichts. Um diese Entfremdung von uns selbst, um diese totale Abtrennung von allem was uns, unsere Kultur und unsere Verbindung von unserer ureigenen Geschichte trennt, geht es mir in meinen Filmen. Ich frage mich wie lange noch soll das weitergehen? 

Azgard Itambo, Leipzig, November 2018

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