Gabriel Lukinga


Gabriel Wenga Lukinga (*9. April 1973 in Kinshasa) machte 2005 seinen Abschluss in Innenarchitektur an der Académie des Beaux-Arts in Kinshasa und nahm seit 2000 an mehreren, kollektiven Ausstellungen in Kinshasa teil. Er fertigt Kollagen aus diversen gesammelten Materialien an und verwendet Pappmaschee und Aquarelltechnik, um Installationen zu schaffen. Seine Werke sind meist polemisch und rufen starke Emotionen hervor. Lukinga beschäftigt sich mit Themen wie Armut und soziale Ungleichheit, Intoleranz, Korruption, staatliche Repressionen, Ressourcenausbeutung und Krieg. Dabei bricht er Tabus und spricht aus, worüber andere lieber schweigen. „Ich bin ein engagierter Künstler. Mein größter Traum ist es, dass Kongolesen sich satt essen können.“ Den Afrikanismus lehnt er jedoch ab; für ihn kann keine Invasion oder Kolonisierung die Identität eines Volkes umwandeln. Kongolesische Politiker sollen sich selbst ins Gesicht schauen und ihrer Verantwortung nachkommen, statt dem Westen und den Weißen die Schuld zuzuschreiben. „Ein Land, das über einen solche Reichtum verfügt, kann nicht so ein armes Volk haben.“

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werk

Gabriel Lukinga, La prospérité partagée, Mixed Media, 2018, GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, © Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Mo Zaboli
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