Louison Mbeya

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Megalopolis – Stimmen aus Kinshasa: Louison Mbeya
Megalopolis – Stimmen aus Kinshasa: Louison Mbeya

Louison Mbeya

Louison Mbeya (geb. 1983 in Kisangani) lebt und arbeitet in Kinshasa. Nach dem Tod seiner Eltern war er auf sich alleine gestellt. Da er mittellos war, begann er seine Schuhe und Kleider zu flicken und abzuändern, um in die Schule und später zur Universität gehen zu können. Was ihm zu Beginn Scham bereitete, erwies sich als außerordentliches Talent, weshalb er die Universität verließ und eine Designerkarriere begann. Er wurde zur kongolesischen Fashion Week eingeladen und entwarf Kleider für Berühmtheiten wie Papa Wemba. Mittlerweile hat Mbeya an 84 Modeschauen in 20 Ländern teilgenommen. Zu Beginn änderte er gebrauchte Kleidungsstücke ab, später integrierte er seltene und ungewöhnliche Materialen in seinen Kreationen: Aluminium, Schaumstoff, Metall, Spiegel usw. Als Autodidakt und Avantgardist fokussiert er sich auf die Schnittstellen verschiedener Epochen: ein Kleidungsstück aus den 1940’ern trifft auf ein imaginiertes Kleidungsstück des Jahres 2080. „Ich versuche den Menschen zu vermitteln, dass Kleider nicht nur durch das Visuelle definiert werden, sondern auch eine immaterielle Seite haben.“ Er sieht Mode als Trost, eine Flucht vor der katastrophalen Realität, mit der die Menschen im Kongo konfrontiert sind. „Der Kongolese hat zwar kein Essen oder Geld, doch die Kleidung reicht ihm aus.“

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Le futur antérieur

Louison Mbeya, Le futur antérieur (Modelinie, 2015-2018), Mixed Media, GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, © Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Mo Zaboli
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