Sieben Hände, die ein Tuch greifen und leicht daran ziehen
© SKD
Ab 7. Mai 2020 hat das GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig wieder regulär von 10 bis 18 Uhr (außer montags) geöffnet. Bitte beachten Sie, dass vorerst nur die Sonderausstellung "Szenen des Lebens", nicht jedoch die Dauerausstellung zu sehen ist.

Museum on the Couch #3

Ein interdiszipliniertes Projekt, in dem sich Studierende mit aktuellen Fragen ethnologischer Museen weltweit befassen. Dabei entstehen zahlreiche Installationen.

  • Laufzeit 23.06.2017—30.09.2017

Auftakt am Abend der Vernissage bildet die Performance „HERAKLES2 or OVER-DETERMINED“ von Mona Louisa-Melinka Hempel. Körperlich und tänzerisch verschafft die Choreographin, Performerin und Studentin der Ethnologie ihrer eigenen Erfahrung als weiblichen und nicht weißen (Fremd-)Körper Ausdruck. Sie befasst sich mit alltäglichem Rassismus, basierend auf Texten von Frantz Fanon, Judith Butler und Heiner Müller.
Mit „RITUALS OF DEATH“ setzen sich Diana Sánchez Llerena, Vittoria Fiore, Miranda Marks, Yuejia Peng, Nihan Uslu und Monika König performativ und multisensoriell mit dem Ableben eines Menschen auseinander. In einer Schattenperformance, die ebenfalls am Eröffnungsabend zu sehen ist, wird gezeigt, wie in Mexiko, Italien, der Türkei, den USA und China der Tod seinen rituellen Ausdruck findet. Indem die Studierenden persönliche Erfahrungen und Traditionen aus ihren Herkunftsländern aufgreifen, setzen sie ein Statement gegen das Anderssein und stereotype Generalisierungen

Sieben Hände, die ein Tuch greifen und leicht daran ziehen
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Fotocollage: Julia Moc, Plakatmotiv für "Museum on the Couch 3" Foto: Julia Moc, GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig

Die Arbeiten gründen sich auf ganz unterschiedliche Ansatzweisen, regen jedoch alle zum Nachdenken und Neudenken an. So bricht zum Beispiel die Intervention „DIGITAL NATIVES“ mit dem Stereotyp des traditionellen und antifortschrittlichen „Indianers“ und zeigt, dass Indigene heute gerade auch im Kampf um ihre Rechte moderne Technologien nutzen. Mit ihrer Feedback-Installation „ENTERING THE DIALOGUE“ treten die Studierenden nicht nur mit kritischen Fragen an die Besucher heran. Es ist ein Projekt, das sich in besonderer Weise mit ihren Erwartungen und Wünschen beschäftigt und diesen die Möglichkeit bietet, das Museum als Ort der Reflexion, des Austausches und der Diskussion zu erleben und zu nutzen und selbst Fragen zu hinterlassen.

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Ausstellungsliste

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