Bild von Emily Kame Knwarreye vor Keramik von Lotte Reimers
© E. Bähr
Bitte beachten Sie, dass das 1. OG des GRASSI Museums für Völkerkunde zu Leipzig mit den Dauerausstellungen Asien und Europa bis auf weiteres geschlossen ist.

Geteilte Erde - Shared Ground. Indigene australische Malerei und Keramik von Lotte Reimers

Die Ausstellung präsentiert eine ungewöhnliche Gegenüberstellung von Bildern indigener australischer Künstler aus der Sammlung Bähr mit Keramiken von Lotte Reimers (*1932).

  • Laufzeit 11.10.2013—25.05.2014

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Der unmittelbare Dialog von Bildern und keramischen Gefäßplastiken eröffnet überraschende gestalterische Verwandtschaften zwischen Farbstimmungen. Gegenübergestellt werden die aus Naturmaterialien entwickelten Glasuren der aus Ton gebauten Formen und die aus Erdpigmenten bestehenden oder farblich daran angelehnten Malmittel der indigenen Künstler.
Der wechselnde Blick auf Keramik und Gemälde sensibilisiert die Wahrnehmung für die feinen Strukturen und das subtile Farbspiel in den Werken von Lotte Reimers und den Bildern der indigenen Künstler. Die Entdeckung stilistischer Korrespondenzen über Kontinente und Kulturen hinweg öffnet den Blick für Verbindendes und lenkt ihn gleichzeitig auf das Einzelne und Besondere.

© E. Bähr
Bild von Emily Kame Knwarreye vor Keramik von Lotte Reimers

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Weißer Ton, Holzkohle und natürlicher gelber und roter Ocker in verschiedenen Farbtönen sind die Materialien, aus denen die Künstlerinnen und Künstler von Warmun ihre Farben selbst herstellen. In der Malerei mit Erdpigmenten, also mit einem Material des Landes selbst, offenbart sich die tiefe Verbundenheit, die die indigenen Künstler zwischen dem Menschen, dem ihm zugehörigen Land und ihrer Kunst herstellen. Sie setzen ihre Kunst bewusst zur Weitergabe ihrer Kultur sowohl an die eigenen Nachkommen als auch an die weiße Gesellschaft ein.

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Lotte Reimers (geb. 1932 in Hamburg), hat seit 1965 ein umfangreiches eigenes keramisches Werk geschaffen. Völlig eigenständig, von keramischen Moden und Zeitströmungen unbeeinflusst, geht die Künstlerin zu den Ursprüngen der Töpferei zurück und baut Gefäße aus rauem schamottiertem Steinzeugton von Hand auf. In der Verwendung gewachsener Rohstoffe und der naturkongruenten Motivik in ihren Kunstwerken zeigt sich Lotte Reimers‘ Naturbezug. Das Bewusstsein, aus dem unendlichen Formen- und Farbenreichtum der Natur zu schöpfen, sie jedoch niemals beherrschen zu können, bestimmt ihr Schaffen. Die Keramiken von Lotte Reimers stammen aus der Sammlung des GRASSI Museums für Angewandte Kunst und aus privaten Sammlungen.

eine zylindrische Vase aus Ton
© Lotte-Reimers-Stiftung, Foto: Ralf Ziegler
Lotte Reimers, Vase, offene Form, 1990 Steinzeug, gebaut; Glasur: schwarzer Ton, Apfelbaumasche; H 19,5 cm, L 19 cm

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