Gesichter auf Glas - Frühe Südsee-Fotografien aus dem Museum Godeffroy
Vor über 150 Jahren entstanden in der Inselwelt Ozeaniens Portraits von Frauen und Männern, die sich bereits seit 1885 im GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig befinden. Die Fotografien sind Unikate – es handelt sich um Ambrotypien, eine fotografische Technik, die in den 1850 und 1860iger Jahren populär war. Dabei wird ein kontrastarmes und unterentwickeltes Negativbild auf Glas mit einem dunklen Hintergrund versehen und wirkt dadurch wie ein Positivbild.
Der von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden herausgegebene Band widmet sich diesem Bestand von 45 Ambrotypien - nicht nur aus kunstgeschichtlicher und kunsttechnologischer Sicht, sondern auch mit einem sehr interessanten Einblick in die Restaurierung dieser Fotografien. Für die Ausstellung „Gesichter auf Glas“, bei der die Fotografien 2016/2017 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurden, konnten sie restauriert und neu bewertet werden.