Ab 7. Mai 2020 hat das GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig wieder regulär von 10 bis 18 Uhr (außer montags) geöffnet. Bitte beachten Sie, dass vorerst nur die Sonderausstellung "Szenen des Lebens", nicht jedoch die Dauerausstellung zu sehen ist.

Danniel Toya


Danniel Toya (*4. Juli 1995 in Kinshasa), der den RobotBoy von Kinshasa entwarf, entwickelt Skulpturen und Roboter aus unterschiedlichen, gesammelten Gegenständen, darunter kaputte elektronische Spielzeuge, Computerteile wie auch organische Materialien. Er verbrachte nur einige Monate an der Académie des Beaux-Arts in Kinshasa, bevor er sich dazu entschied, autodidaktisch weiterzuarbeiten. Toya verändert den Sinn und den ursprünglichen Nutzen der gefundenen Objekte und erweckt die „toten Materialien“ somit zum Leben. Seine Roboter sind Metaphern der Gesellschaft. Einer seiner Roboter beispielsweise stellt einen Professor für „geistige Gesundheit“ dar, der vergeblich versucht, den Titel der Unterrichtsstunde an die Tafel zu schreiben. Seine repetitiven Bewegungen erzeugen allerdings nur ein unlesbares Gekritzel. Viele seiner Roboter sind „verrückt“ und weisen „Funktionsfehler“ auf. Toya sieht die Zukunft der Welt jedoch optimistisch und schreibt Robotern darin eine wichtige Rolle an der Seite des Menschen zu. Im August dieses Jahres nahm er am Nantes Maker Campus und am Sfinks Festival in Antwerpen teil, wo er seine Roboter ausstellte und mit ihnen Gesangs- und Tanzauftritte vorführte.


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