Dekolonisierung, Restitution und Repatriierung

Dekolonisierung richtet sich gegen koloniale Diskriminierungsstrukturen, sowohl körperlich spürbare als auch jene, die unsere Denkweisen beeinflussen. Es ist demnach ein aktiver Prozess, der allen offen steht. Die Restitution wichtiger kultureller Objekte und die Rückführung menschlicher Überreste ist ein zentrales Element davon. Mitarbeiter*innen der Abteilung "Wissenschaftliche Sammlungserschließung und -dokumentation" der SES Sachsen befassen sich mit Repatriierungen und Restitutionen für die drei ethnografischen Museen in Dresden, Leipzig und Herrnhut.

Dekolonisierung

Was ist Dekolonisierung?

Dekolonisierung beschreibt eine soziale Bewegung, die historische und bis heute fortwirkende koloniale Machtverhältnisse identifizieren möchte. Hauptanliegen ist es, dann prozessual koloniale Geschichten und Geschichte, Hierarchien und Wirkungsräume heutiger Institutionen und Beziehungen zu enflechten. Von diesem Prozess ausgehend entstehen neue Möglichkeiten mit dem gemeinsamen Erbe umzugehen und, nicht zuletzt, sich neu zu begegnen.

© Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Völkerkunde will Völkerfrieden (Eröffnungsfeier in Etappen im GRASSI Museum für Völkerkunde, 1954)

Was ist Restitution?

Was ist Restitution?

Restitution bedeutet die kollaborative Rückführung kultureller oder religiöser Gegenstände zu Gemeinschaften, in denen sie vor deren Aufnahme in Sammlungskontexten genutzt wurden oder anderweitig bedeutsam waren.

Für detaillierte Informationen bitte dem Link zu FAQs folgen.

Zur Terminologie

Was ist Repatriierung?

Repatriierung bedeutet das Zurückholen und Zurückbringen von Kriegs- oder Zivilgefangenen in ihr Herkunftsland. Im musealen Kontext wird darunter die Rückgabe menschlicher Gebeine an die Hinterbliebenen verstanden.
Heute wird von der Verwendung des objektivierenden Begriffs menschliche Überreste abgesehen, zugunsten der humanisierenden Bezeichnungen Vorfahren oder Menschen.

© Miriam Hamburger, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Interne Links

© Gabriele Richter, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
© Miriam Hamburger, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

FAQ

© Kimberley West, Goolarri Media Enterprises

Kontakt

Dr. Birgit Scheps-Bretschneider
Abteilungsleiterin Provenienzforschung und Restitution
Kustodin Australien / Pazifik
Tel. +49 341/97 31-915
birgit.scheps@skd.museum

Ute Uhlemann
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +49 341/97 31-916
ute.uhlemann@skd.museum

Zum Seitenanfang