Gabelhalsgefäß in Form eines Vogels, Peru, 18 cm, ca. 100 v. Chr. –  600 n. Chr., 2001 © GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, Foto: Ingrid Hänse
Bitte beachten Sie, dass das 1. OG des GRASSI Museums für Völkerkunde zu Leipzig mit den Dauerausstellungen Asien und Europa bis auf weiteres geschlossen ist.

Geschenke der Ahnen - Peruanische Kostbarkeiten aus der Sammlung Eduard Gaffron

Eduard Gaffron (1861-1931), der zwanzig Jahre seines Lebens als Arzt in Peru verbrachte, hatte an der Wende zum 20. Jahrhundert eine der bedeutendsten Alt-Peru Sammlungen seiner Zeit zusammengetragen.

  • Laufzeit 16.03.2001—16.09.2001

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Bis heute bildet sie eine wichtige Grundlage für die Erforschung der peruanischen Kulturen. Bereits zu Lebzeiten Gaffrons waren viele Sammlungsteile verkauft oder verschenkt worden. Über den Verbleib einiger dieser Teile ist heute nichts mehr bekannt, andere gerieten in Vergessenheit. Hierzu gehören auch die seit mehr als fünfzig Jahren erstmals wieder ausgestellten Objekte des Leipziger Völkerkundemuseums. Ursprünglich hatte es sich um eine Schenkung Gaffrons an das damalige Museum für Urgeschichte in Weimar gehandelt (zwischen 1909 und 1917). Von dort gelangte die Sammlung 1957 als Dauerleihgabe nach Leipzig, wo gelegentlich einige Stücke in Sonder- und Dauerausstellungen unseres Museums zu sehen waren. Dem Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens in Weimar ist es zu verdanken, dass mit der offiziellen Übereignung der Sammlung 1990 eine systematische Bearbeitung und damit eine erneute Erschliessung der Bestände für Öffentlichkeit und Forschung ermöglicht wurde.
Viele der ausgestellten Stücke müssen als Unikate gelten oder stellen wichtige Ergänzungen zu anderen Beständen dar. In ihrer vielschichtigen Zusammensetzung gibt die Sammlung aber nicht nur einen Einblick in die räumliche und zeitliche Entwicklung der voreuropäischen Kulturen Perus.

Umzeichnung nach einem Gefäß, Tusche, 25,5cm, © Ibero- Amerikanisches Institut Berlin. Preußischer Kulturbesitz

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Sie ist auch ein Zeugnis für die Veränderung unseres eingenen Verständnisses und unseres Umgangs mit den Hinterlassenschaften fremder Kulturen über einen Zeitraum von mehr als hundert Jahren.

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